Dämmung als Außenschutz

Ein Wärmedämmputz leistet bei diesen Sparmaßnahmen gute Dienste. Er besteht im wesentlichen aus Mörtel, also mineralischen Bestandteilen wie Sand, Kalk, Gips und Zement, und speziellen Hartschaum-Teilchen, die den Putz locker und luftig machen. Dieser  Spezialputz wird dann in einer mehrere Zentimeter dicken Schicht aufgebracht. Darauf kommt der Oberputz, also als Regenmantel, und fertig ist die Wärmedämmung von außen.

Ein Wärmedämm-System durch den erfahrenen Stuckateur erfordert schon mehrere Arbeitsgänge. Das Haus wird dabei zwar nicht in Watte gepackt. Zwischen Mauerwerk und Putz wir jedoch eine Lage Dämmplatten eingearbeitet. Es ist nicht ganz einfach, die richtige Kombination von Mörtel, Dämmstoffen und Putz für den vorhandenen Untergrund zusammenzustellen. Werden hier oder bei der Verarbeitung Fehler gemacht, leidet darunter nicht nur die Bausubstanz, sondern auch das Raumklima  -  und letztlich der Geldbeutel des Bauherrn. Schließlich muss die ganze Wand samt Wärmedämmung immer noch dampfdurchlässig sein. Die Feuchtigkeit, die täglich beim Wohnen durch Duschen, Waschen und natürlichen Atem entsteht, schlägt sich sonst nämlich an den Wänden nieder. Die werden feucht und zum gefundenen Fressen für Schimmelpilze. Am besten wendet  man sich daher von vorneherein an den Fachmann. Das ist in diesem Fall der Stuckateur.

Wohnliche Behaglichkeit

Nicht nur die Wärme schafft Behaglichkeit in Wohnräumen, auch für die Feuchtigkeit gilt: die richtige Dosis macht’s. Zu viel Feuchtigkeit lässt alles klamm werden, zu wenig belastet die Atemwege der Bewohner. Dabei ist die Raumluft großen Schwankungen der Feuchtigkeit ausgesetzt. Heizen macht die Luft trocken, duschen, kochen und waschen machen sie feucht. Im Sommer kommt oft schon von draußen staubtrockene Luft herein, im herbstlichen Nebelwetter sehr feuchte. Und die Menge an Wasserdampf, die mit dem Atem an die Raumluft abgegeben wird, wird nur allzu leicht unterschätzt: bei einer vierköpfigen Familie kommt in einer Woche ungefähr eine Badewannenfüllung zusammen, nur durch Atem und Schwitzen.

Gut beraten ist da, wer sich für Gipsputz in den Räumen entschieden hat. Gips ist ein Naturstoff. Seine Kristalle wachsen langsam und absolut rein. Allein ihre besondere Struktur macht es möglich, dass sie Wasserdampf aufnehmen, speichern und wieder abgeben können. So puffert Gipsputz die Schwankungen in der Raumluft optimal. Zusammen mit den übrigen, ebenso natürlichen Putzbestandteilen Sand, Zement und Kalk  schafft der Naturstoff Gips damit ein gesundes Wohnklima.