Baustoffe aus der Natur

Gesundes Wohnen

Gesundsein und sich wohl fühlen in der Wohnung gehen Hand in Hand. Trockene Heizungsluft und kühle, klamme Wände setzen Gesundheit und Wohlbefinden gleichermaßen zu. Es gibt eine ganze Reihe von Baustoffen, die ein gesundes Wohnklima fördern. Baumaterialien wie Gips und Kalk gehören dazu. Schon seit Jahrtausenden bekannt, kommen diese klassischen Werkstoffe des Stuckateurs nun, da viele moderne Materialien kritisch beurteilt werden, wieder zu Ehren.

Neben Sand und Zement sind Gips und Kalk die wesentlichen Bestandteile von Mörtel und Putz. Kalk und Gips sind reine Naturstoffe, die keine gesundheitlichen Probleme bereiten. Sie lösen keine Allergien aus, und Schimmelpilze können auf ihnen nicht wachsen. Sie geben keine Gase ab, und von ihrer Oberfläche lösen sich weder Fasern noch Feinstaub. Gips wirkt durch seine besondere Kristallstruktur; Kalkputz mit seinen vielen kleinen Poren ausgleichend auf den Feuchtigkeitshaushalt der Raumluft. Dadurch fühlt man sich angenehm und wohlig warm, ohne gleich schweißgebadet zu sein. Hier hilft der Stuckateur, ein behagliches und gesundes Wohnklima zu schaffen.

 Die Wand als Wärmestrahler und Feuchtepuffer

Wände regulieren das Raumklima. Je nach Beschaffenheit und Material nehmen sie mehr oder weniger Wärme und Feuchtigkeit aus der Zimmerluft auf und geben sie später wieder ab. Entweder nach draußen oder nach innen. Je mehr Wärme eine Mauer nach außen durchlässt, je kälter sie also innen wird, umso höher muss die Raumtemperatur sein, damit sich das Gefühl von Behaglichkeit einstellt. Eine gute Wärmedämmung von außen sorgt dafür, dass die Wände nicht auskühlen, sondern wie ein Kachelofen die Wärme in den Raum abstrahlen. Das geht mit einem Wärmedämm-Verbundsystem durch den Stuckateur, bei dem Dämmplatten verwendet werden.

Eine Unverputze Betonwand kann kaum Feuchtigkeit aufnehmen. Der Dampf vom Kochen oder Duschen wird sich an ihr niederschlagen. Nicht so bei Gipsputz durch den Stuckateur. Die Gipskristalle können Wasserdampf aus der Luft aufnehmen. Wird die Raumluft wieder trockener, gibt der Gips die Feuchtigkeit allmählich ab. Diese Pufferwirkung darf man nicht unterschätzen. Schließlich produziert eine vierköpfige Familie innerhalb einer Woche allein durch Atmen und Körperausdünstungen so viel Wasser, dass man damit eine Badewanne füllen könnte.